Schöner wohnen
Samstag, 25. Juli 2009Die "Hitze des Gefechts" aus dem verherigen Eintrag kommt daher, das ich heute wieder meinen Internetanschluss verliere!
Ach ja... gibt auch nen netten Grund dazu. Wir ziehen um!! Bleiben dabei aber in Viedma. Aus dem kleinen Appartment, das Würfelartig mit anderen Appartments in ein Haus gepfercht wurde, ziehen wir nun aus und haben ab morgen unser eigenes Haus!
Vernünftige Küche, nettes Wohnzimmer, ein kleiner Hinterhof mit platz für Motorrad und Grill,... Andere wichtige Eigenschaft ist mein eigenes Zimmer für Computer und geraffel... ach ja. Endlich wieder ausbreiten und Räume assimilieren!
Abgesehen von all dem kann ich als Pottkind nun endlich mal sagen, das ich an einer Schotterstrasse wohne. All den gebeutelten Endurofahrern in Deutschland zum Grusse werde ich also bei jedem Start mit dem Motorrad, das Hinterrad mal ein wenig durchdrehen lassen. Ich fühle mit euch!
Werde mich wieder melden sobald ich Photos und all das habe!
Bis die Tage
Arbeit
Samstag, 25. Juli 2009Nun doch noch ein Update in der Hitze des Gefechtes...
Mein neuer Job beim halbprivaten Wasserversorger der Provinz hier in Rio Negro. Das Papiergefecht ist noch nicht vorüber. Nachdem die Immigrationsbehörde die Informationen immer nur Stückchenweise ausspuckt, kam zum schluss noch heraus, dass der Arbeitgeber noch umfangreiche Dokumentationen zur Firma aus Buenos Aires anfordern muss.
Wenn das denn nun in einigen Tagen eintrifft, können wir den Vertrag unterschreiben und ich bin meiner Legalität einen Schritt näher.
Mein Job ist etwas theoretischer als ich es gerne hätte. Tatsächlich sitze ich nur am Schreibtisch und streng genommen habe ich die Stelle eines Ingenieurs übernommen. So einfach kommt ein Studienabbrecher an einen Ingenieursposten, man muss nur nach Argentinien ausreisen und auf gut Glück nen Job suchen. Mein verdienst haute mich echt vom Hocker! Ich bekomme ganze 2000 schleifen! In Euros sind das noch immer ganze 400. Das ist fast Ingenieurslohn! Mari hat mich fast getreten als sie das hörte. Ihre Finanzen brauche ich hier nicht breitzutreten aber als "staatliche Angestellte" leidet sie wie alle anderen Weltweit an akutem Finanzmangel.
Wir werden sehen wie es mit der deutsch/argentinischen Zusammenarbeit läuft. Es könnte hier und da zu unterschiedlichen Auffassungen von technischen Notwendigkeiten kommen... das erste Projekt, dass ich noch mal abschliessend Prüfen sollte, hatte ich im Handumdrehen zerpflügt und, wenigstens halbwegs IEC-Normen entsprechend, wieder zurückgegeben.
Auf meine Frage, nach welchen Normen (esp: normas)
hier gearbeitet wird, kam die Antwort: "¡La unica norma que hay es la que limpia!"
.
Die einzige "Norma" hier, ist die die putzt!
Arbeit macht ...
Dienstag, 30. Juni 2009... das wüsste ich auch gerne, was sie macht!
Fakt ist.. ich habe es (scheinbar) geschafft Arbeit zu finden. Morgen fange ich an meinem (noch vorhandenem) Vorgänger hinterherzurennen. Was mich dann in eine dreimonatige Schnupperphase führt.
Natürlich besteht Grund zur Freude, allerdings überwiegt im Moment die Sorge. Neuer Arbeitsplatz, neue Umgebung,... kennen wir alle. Nun kommt aber noch das Salz in die Suppe... Neues Land (in Sachen Arbeit), ganz andere Sprache - ich meine, wer kennt sich bitte in technischem Spanisch aus? Für mich ist das alles Spanisch!
Wir werden sehen, werde mich nun mal vom Computer lösen, darüber schlafen und den berühmten ersten Tag überstehen.
Ach ja... wollt ihr nen Leckerbissen? Ein argentinischer Ingenieur (Elektrotechnik) bekommt hier etwa 2600 Pesos. Nach aktuellem Kurs sind das etwa 400 Euro!
Gute Nacht.
Neues Thema
Dienstag, 30. Juni 2009...neue Idee. Nur wofür?
Es gibt hier tagtäglich Dinge, die mich entweder mit den Augen rollen lassen, hin und wieder auch mal rot werden lassen oder mich einfach nur zum grinsen bringen.
Es geht dabei auch um die ernsthafteren Dinge, die mich immer wieder an die Unterschiede zwischen der schönen ersten Welt in Deutschland und die zweite bis dritte Welt, hier in Argentinien erinnern.
Hier in Viedma gibt es zum Beispiel, quasi "um die Ecke", ein Viertel, das sich "Las tablitas" nennt. Wörtliche Übersetzung ist "Die Brettchen". Man meint damit die architektonische Grundform der "Häuser" in der Gegend. Menschen mit Löchern im Dach. Eigentlich haben sie ein Loch über sich und hier und da ist ein Brett zu sehen. Das ist ein wunderbares "rot werde Beispiel", ein Ergebnis chaotischer Politik, ständigem Kurswechsels und schliesslich Misswirtschaft.
Natürlich besteht nicht das ganze Land und auch nicht die ganze Zeit, die ich hier verbringe aus negativen Beispielen und Erfahrungen. Es gibt einige schöne Beispiele zu diesem Land. Menschen die sich auch noch Jahre nach dem Militärregime jeden Dienstag in Buenos Aires vor dem Regierungssitz treffen. Sie demonstrieren auch noch Jahre später für die Aufklärung des "verschwindens" ihrer Kinder und Enkelkinder. Zugegeben, das verschwinden der Menschen ist nun wirklich nicht angenehm, aber zu sehen wie die "Abuelas de plaza de mayo", bis hin zu den "Madres de plaza de mayo" seit Jahren für Gerechtigkeit demonstrieren und die Verbrechen der Militärregierung in Erinnerung bewahren, bewegt doch einiges.
Ich könnte nun noch weiter ausholen und über Menschen schreiben, die den Mate nicht aus der Hand geben, ganz egal was sie zu tun haben. Oder von Motorradfahrern, die nachts absolut selbstverständlich ohne Licht durch die Gegend fahren...
... das hebe ich mir aber alles für später auf.
Logistik und Politik
Montag, 22. Juni 2009Ein weiterer Grund zur politischen Frustration erreichte mich vorgestern. Der Gang zum Briefkasten bescherte mir die Briefwahlunterlagen zur Europawahl... fast zwei Wochen nach der Wahl und insegamt etwa sechs Wochen zu spät aber doch schön das Zeug hier zu haben.
So habe ich nun wieder einen schönen langen Notizzettel oder einfach ein Andenken an Deutschland. Für Kommentare mit Ideen was ich damit anstellen sollte bin ich dankbar.
Raus in die weite Welt
Sonntag, 24. Mai 2009Da geht es morgen hin! Zumindest bis nach Chile, denn seit meinem letzten Trip nach Uruguay sind schon wieder fast acht Monate vergangen. Um mich, oder besser mein Motorrad weiterhin legal im Land zu behalten muß ich mal wieder raus, umdrehen und wieder rein.
Um es nicht zu langweilig zu machen, werde ich nicht einfach wieder umdrehen und wieder nach Hause fahren. Solange ich noch die nötige Zeit habe, dank fehlender Arbeit ist dass bei mir der Fall, werde ich die Tour etwas ausdehnen. So etwa zwei Wochen werden es werden.
Ich bin allerdings wieder herrlich Planlos! Werde morgen "früh" nach Westen aufbrechen und mich auf den Weg anch Bariloche machen. Die normale Route würde mich in einem weiten Bogen auf geteerten Straßen dorthin bringen. Der direkte Weg, geht quer durch die Patagonische Steppe, entlang einer Eisenbahnlinie. Tatsächlich ist es eine der wenigen Linien, die noch in Betrieb ist.
In Bariloche werde ich mich wohl mal ein oder zwei Tage umschauen, das letzte mal hatte ich nicht zu viel Zeit in der Stadt. Danach geht es rüber nach Chile... das war auch schon der ganze Plan! In Chile werde ich mich ein wenig nach Lust und Laube treiben lassen... Ich liebe das!
Natürlich hab ich die Kamera auch dabei und werde später von meiner Spätherbst- / Frühwintertour berichten.
Also denn, bis die Tage!
Wenn der Bock zum Gärtner wird
Sonntag, 24. Mai 2009Die Neugier spornt den Menschen gewöhnlich zu den Unglaublichsten Taten an, sie treibt die Menschheit seit Urzeiten voran. Zuerst wurden die Hölen verlassen um das Land zu erkunden, später Atombomben gebaut um es zu zerstören und zwischendurch treibt die Neugier sogar einige Menschen dazu, Deutsch als Fremdsprache zu lernen. So geschieht es auch hier in Viedma...
Und doch Panik
Dienstag, 5. Mai 2009Ich habe nichts gesagt!
Spiegel-Online - 4.5.09»...«
Die argentinische Regierung lässt ihre Landsleute mit Charterjets aus Mexiko evakuieren - so, als drohe ein Massensterben.
»...«
Volle Hose!
Montag, 27. April 2009Wie es mein Glück manchmal so will... es hat mich gerade mal eine Frage gekostet um an eine Karte für das Konzert am freitag zu kommen!
Im DTH-Live Forum habe ich erfahren, daß die Argentinische Coverband Opelgang am vorabend spielt. Abgesehen von einer guten Party, bester Musik und vielen Menschen die ich getroffen habe, habe ich eben auch die Karte bekommen.
Auf dem Hosenkonzert selber habe ich auf die Kamera verzichtet, daher keine Photos, habe aber zwei der Videos von YouTube für euch...
Campino turnt in der Gegend herum...
Im ganzen Beitrag gibt es noch die Bilder vom Opelgangabend zu sehen!
Die liebe Werbung
Montag, 30. März 2009Ich höre gerade Fußball im Radio... ist nicht so das ich jeden Spielzug verstehe, die sind einfach zu schnell! Das faszinierende ist die Ausnutzung einer jeden Pause für eine kurze Werbung.
Wird in Deutschland bei einem Einwurf oder Freistoß im Fernsehen mal eben Meister Propper eingeblendet, so wird hier schon bei einem längeren Pass losgelegt...
Der Live-Kommentator holt kurz luft und aus dem Studio hört man kurz "¡Quilmes... el sabor del encuentro!", der Ball landet oder wird angenommen und es geht ohne übergang weiter mit dem Fußball.
Wenn man dabei nicht perfekt zuhört, weiß man nicht mehr ob es um Bier oder Fußball geht. Der Unterschied ist ja glücklicherweise nicht zu groß.
Gestreikt wird noch immer
Montag, 30. März 2009Mein letzter Eintrag war tatsächlich mehr als ungerechtfertigt. Es ist ganz unglaublich mit welcher Ausdauer die Lehrer hier streiken. In Sachen Streik sollte man nicht vergessen, daß es solch schöne Erfindungen wie Streikkassen nicht von allen Gewerkschaften dieser Welt angewandt werden. Fehlendes Geld macht sich bekanntlich sehr bemerkbar in Bereitschaft und Ausdauer streikender Menschen!
Nun streiken hier übrigens nicht nur Lehrer, sondern alle, die durch die Lehrergewerkschaft vertreten werden. Das macht die Sache natürlich noch interessanter und hat auswirkungen bis zum Verwaltungspersonal in Krankenhäusern. Soweit gibt es damit aber keine ernsthaften Probleme.
Deutschlandbesuch
Montag, 15. Dezember 2008Um es noch mal hier zu erwähnen...
Ich bin tatsächlich (zusammen mit Marisol) auf Besuch in Deutschland. Wir kommen am 22.12 in Düsseldorf an und sind bis zum 31.1. im Lande. In der Zwischenzeit versuche ich noch mal die alte Heimat und das Zusammensein mit Freunden und Familie zu genießen!
Der Plan ist wieder erschreckend planlos, aber abgesehen vom Treffen mit allen möglichen und unmöglichen Menschen, werde ich Marisol meine alte Heimat zeigen. Das bedeutet Ruhrgebiet pur... Industriekultur bis Pommesbude!!!
Also denn, wir sehen uns!!!!!!
PS: nebenher arbeite ich (noch immer) an meiner Homepage, die neue Version sollte inklusive HU-Meeting morgen (Dienstag) online sein!!!
Der Offlineblogger
Samstag, 13. Dezember 2008Der Sinn eines Blogs ist es ja, immer aktuell zu sein und mal eben was über die neuesten Nachrichten, seine Katze oder den Nachbarn bloggen zu können. Das Leben ist manchmal nun nicht so einfach wie es in Produktbeschreibungen oder Wikipediadefinitionen zu lesen ist.
Was macht der fleißige Blogger wenn er sich nun für jeden Eintrag in ein Internetcafe mit Rauchverbot, in ein normales Cafe mit Konsumzwang oder zum "Wardriving" ins Auto setzen muß? Richtig, er greift zu Stift und Papier und hält seine Gedanken für die nächste Internetsession fest. Leider bin ich (noch) kein echter blogger... ich bekomme das einfach nicht hin!
So bin ich nun zu Hause in Viedma oder mal wieder auf ein Wochenende in Buenos Aires, sehe ständig neues oder außergewöhnliches und mir fallen auch reichlich Geschichten dazu ein. Zum Beispiel wenn ich den allgemein üblichen Umgang zwischen Fußgängern und Autofahrern in Argentinien auf ein neues beurteile. Ein anderes mal die Situation, in der mich die Bedienung im Cafe wieder fragt: "Con o sin espuma?" (Mit oder ohne Schaum), und ich dann mit einem "deutschen" Grinsen im Gesicht zusehe wie sie mir das Bier ins Glas schüttet.
Das sind die Momente, in denen ich gerne richtig "vernetzt" wäre. Man ist zwar irgendwann ein Sklave seines eigenen Hobbys, solange es aber Spaß macht und man das Gefühl hat, noch gelesen zu werden, ist alles in Butter.
So warte ich weiterhin auf den eigenen Internetanschluss nach der Rückkehr aus Deutschland.
Hängenbleiber
Dienstag, 2. Dezember 2008Wie ich gerade auf meiner alten "Partnerseite" Easyride erfahren habe, bin ich nun nicht mehr der einzige Reisende der letzten Saison der (zumindest vorübergehend) hängen geblieben ist.
Carola macht es sich in einer deutschen Bäckerei in Zentralamerika gemütlich. Ja gut, sie arbeitet, aber ein nettes Leben ist es bestimmt.
Von hier noch mal... alles gute an Carola!
Saisonwechsel
Dienstag, 25. November 2008Nun sitze ich hier zum x-ten mal bei Dakar Motos, arbeite an der verdammten Homepage und schwitze wie doof! Während meine Gedanken so dahinschweifen, mußte ich auch an all die anderen Male denken, in denen ich hier in Buenoas Aires war.
Mal war es kalt, mal kühl, dann warm und auch schon unerträglich heiß. Bei alledem ist mir der alte Ventilator auf dem Kühlschrank eingefallen... "Mensch, den hatten wir doch immer laufen lassen!" Also ab dafür und entstaub das Ding! Mir ging denn auch gerade durch den Kopf, daß ich hier nun wirklich alles gemacht habe. Jedes Teil zwischen Gasheizofen und großem Ventilator habe ich hier schon benutzt.
Wenn man bedenkt, daß andere Leute gerade mal ein paar Tage hier sind und ich mittlerweile schon das Telefon beantworte... Ich sollte Geld verlangen!
Ach übrigens, wir haben 34°C, gut - es ist bewölkt mit tierischer Luftfeuchtigkeit aber immerhin habe ich noch keinen Schneeräumer gesehen ![]()




