Der Sinn eines Blogs ist es ja, immer aktuell zu sein und mal eben was über die neuesten Nachrichten, seine Katze oder den Nachbarn bloggen zu können. Das Leben ist manchmal nun nicht so einfach wie es in Produktbeschreibungen oder Wikipediadefinitionen zu lesen ist.
Was macht der fleißige Blogger wenn er sich nun für jeden Eintrag in ein Internetcafe mit Rauchverbot, in ein normales Cafe mit Konsumzwang oder zum "Wardriving" ins Auto setzen muß? Richtig, er greift zu Stift und Papier und hält seine Gedanken für die nächste Internetsession fest. Leider bin ich (noch) kein echter blogger... ich bekomme das einfach nicht hin!
So bin ich nun zu Hause in Viedma oder mal wieder auf ein Wochenende in Buenos Aires, sehe ständig neues oder außergewöhnliches und mir fallen auch reichlich Geschichten dazu ein. Zum Beispiel wenn ich den allgemein üblichen Umgang zwischen Fußgängern und Autofahrern in Argentinien auf ein neues beurteile. Ein anderes mal die Situation, in der mich die Bedienung im Cafe wieder fragt: "Con o sin espuma?" (Mit oder ohne Schaum), und ich dann mit einem "deutschen" Grinsen im Gesicht zusehe wie sie mir das Bier ins Glas schüttet.
Das sind die Momente, in denen ich gerne richtig "vernetzt" wäre. Man ist zwar irgendwann ein Sklave seines eigenen Hobbys, solange es aber Spaß macht und man das Gefühl hat, noch gelesen zu werden, ist alles in Butter.
So warte ich weiterhin auf den eigenen Internetanschluss nach der Rückkehr aus Deutschland.