Arbeit macht ...
Dienstag, 30. Juni 2009... das wüsste ich auch gerne, was sie macht!
Fakt ist.. ich habe es (scheinbar) geschafft Arbeit zu finden. Morgen fange ich an meinem (noch vorhandenem) Vorgänger hinterherzurennen. Was mich dann in eine dreimonatige Schnupperphase führt.
Natürlich besteht Grund zur Freude, allerdings überwiegt im Moment die Sorge. Neuer Arbeitsplatz, neue Umgebung,... kennen wir alle. Nun kommt aber noch das Salz in die Suppe... Neues Land (in Sachen Arbeit), ganz andere Sprache - ich meine, wer kennt sich bitte in technischem Spanisch aus? Für mich ist das alles Spanisch!
Wir werden sehen, werde mich nun mal vom Computer lösen, darüber schlafen und den berühmten ersten Tag überstehen.
Ach ja... wollt ihr nen Leckerbissen? Ein argentinischer Ingenieur (Elektrotechnik) bekommt hier etwa 2600 Pesos. Nach aktuellem Kurs sind das etwa 400 Euro!
Gute Nacht.
Neues Thema
Dienstag, 30. Juni 2009...neue Idee. Nur wofür?
Es gibt hier tagtäglich Dinge, die mich entweder mit den Augen rollen lassen, hin und wieder auch mal rot werden lassen oder mich einfach nur zum grinsen bringen.
Es geht dabei auch um die ernsthafteren Dinge, die mich immer wieder an die Unterschiede zwischen der schönen ersten Welt in Deutschland und die zweite bis dritte Welt, hier in Argentinien erinnern.
Hier in Viedma gibt es zum Beispiel, quasi "um die Ecke", ein Viertel, das sich "Las tablitas" nennt. Wörtliche Übersetzung ist "Die Brettchen". Man meint damit die architektonische Grundform der "Häuser" in der Gegend. Menschen mit Löchern im Dach. Eigentlich haben sie ein Loch über sich und hier und da ist ein Brett zu sehen. Das ist ein wunderbares "rot werde Beispiel", ein Ergebnis chaotischer Politik, ständigem Kurswechsels und schliesslich Misswirtschaft.
Natürlich besteht nicht das ganze Land und auch nicht die ganze Zeit, die ich hier verbringe aus negativen Beispielen und Erfahrungen. Es gibt einige schöne Beispiele zu diesem Land. Menschen die sich auch noch Jahre nach dem Militärregime jeden Dienstag in Buenos Aires vor dem Regierungssitz treffen. Sie demonstrieren auch noch Jahre später für die Aufklärung des "verschwindens" ihrer Kinder und Enkelkinder. Zugegeben, das verschwinden der Menschen ist nun wirklich nicht angenehm, aber zu sehen wie die "Abuelas de plaza de mayo", bis hin zu den "Madres de plaza de mayo" seit Jahren für Gerechtigkeit demonstrieren und die Verbrechen der Militärregierung in Erinnerung bewahren, bewegt doch einiges.
Ich könnte nun noch weiter ausholen und über Menschen schreiben, die den Mate nicht aus der Hand geben, ganz egal was sie zu tun haben. Oder von Motorradfahrern, die nachts absolut selbstverständlich ohne Licht durch die Gegend fahren...
... das hebe ich mir aber alles für später auf.
Logistik und Politik
Montag, 22. Juni 2009Ein weiterer Grund zur politischen Frustration erreichte mich vorgestern. Der Gang zum Briefkasten bescherte mir die Briefwahlunterlagen zur Europawahl... fast zwei Wochen nach der Wahl und insegamt etwa sechs Wochen zu spät aber doch schön das Zeug hier zu haben.
So habe ich nun wieder einen schönen langen Notizzettel oder einfach ein Andenken an Deutschland. Für Kommentare mit Ideen was ich damit anstellen sollte bin ich dankbar.




