Nach mehr als 15.000 km hier drüben und dem einen oder anderen Umfaller oder mittelschwerem Geplänkel im Gelände nun doch...
Auf meinem Rückweg von der Sierra de la Ventana nach Viedma, und etwa 2.500 km in zwei Wochen, sollte ich die letzten 15 km (!) nicht mehr unbeschadet erleben! Die Kombination aus Regen, einem recht heruntergekommenen Reifen und der argentinischen Version von Bitumen, gab mir den Rest.
Auf den letzten Kilometern vor Carmen de Patagones und Viedma wird Bitumen auch gerne großflächig eingesetzt. Das Sauzeug ist bei Regen wie Schmierseife. Natürlich wußte ich auch das schon und fuhr entsprechend vorsichtig... nur den einem Fleck, der über die gesamte Spur ging, sah ich es zu spät. Ich konnte bei 100 km/h gerade noch vom Gas gehen, ans Bremsen habe ich glücklicherweise nicht mal gedacht. Dennoch fing mein Hinterrad an, sich abwechselnd links und rechts an mir vorbei mogeln zu wollen.
Ich weiß nicht mehr wie, aber ich habe mich recht schnell vom Motorrad getrennt. Die Maschine rutschte so etwa 100 m über die Straße und blieb links liegen, ich rutschte und kullerte 100 m auf der Straße und dem Matsch daneben.
Langer Rede, kurzer Sinn, hier die Schadensaufnahme!
- Tankseitentasche natürlich wieder dahin (reparierbar)
- Sturzbügel reichlich angescheuert
- Linker Koffer ist vorne an der Ecke durchgescheuert, hat ein nettes Loch
- Motorrad ist völlig in Ordnung!
- Helm, Stiefel und Protektoren sind ok
- Lob an RUKKA! Nicht ein Kratzer an den Klamotten!
- Ich hatte drei Tage Muskelkater, sonst nchts!
Es stehen also nur Besuche in der Schneiderei und beim Aluschweisser an. Hatte mal wieder mein typisches Glück!