Schwarz-Schillings Erben
Mittwoch, 1. Oktober 2008Der Postversand in Deutschland ist schon so ein Beweis deutscher Qualität, Zuverlässigkeit und absolut unfehlbarer Professionalität. So ist ein Teil meiner letzten Postlieferungen aus Deutschland natürlich angekommen und unterliegen jetzt der südamerikanischen Qualitätskontrolle. Was nun auch nicht besser ist, da ISO QM auch hier in Argentinien sein Unwesen treibt.
Ob das Qualitätsmanagement des Postamtes Servicecenters der "DHL International GmbH" daran Schuld war, daß eines meiner Pakete nach AUstralien statt nach ARgentinien weitergeleitet wurde. weiß ich nicht. Jedenfalls bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden!
Man wartet auf ein Paket, das in der örtlichen "Poststelle"
aufgegeben wurde und während des Transports macht man sich so seine
Gedanken, wo es wohl verloren geht. Über mehr oder weniger
durchschaubare Informationen aus der Sendungsverfolgung ist man immer
auf dem laufenden und fragt sich wie ein Paket eineinhalb Wochen lang "In den Transport ins Zielland aufgenommen"
werden kann! In eineinhalb Wochen versenden manche Firmen ganze
Kraftwerke. Eine (wenn auch fragwürdige) Theorie besagt, daß die Welt
in sieben Tagen erschaffen wurde!
Die Information "Die Sendung hat das Gateway im Zielland verlassen", ließ mich nicht unbedingt besser schlafen. Mir ist schon klar, daß sie irgendein Gateway verlassen würde. Die Frage ist nur, wer hat die Sendung unterm Arm? Der endgültige Ansporn eine deutsche 01805 Nummer von Argentinien aus anzurufen war die Meldung "nol-public.statusp2-173-EMK-#-0000.de"... Jaaa, danke! So kann ich arbeiten.
Ach sieh an, bei der telefonischen Auskunft gibt es schon einen ganz anderen Status als bei der Onlineabfrage, wie ungewöhnlich. Bei dem ersten Anruf bekam ich auch glatt die argentinischen Sendungsnummern aber über den Status der Sendung "im Zielland" gibt es leider keine Information. Dank der Globalisierung sind wir vernetzt wie nie zuvor, wir schaffen es schon wegen einer Erhöhung der Reispreise auf der einen Seite der Welt, eine Familie auf der anderen Seite verhungern zu lassen... aber eine Sendungsnummer kann noch immer nicht international verfolgt werden!
Informationen der argentinischen Post sind nicht viel beruhigender. Über das "EN PROCESO DE CLASIFICACIÓN" (Im Kategorisierungsprozess) machte ich mir keine Sorgen. Das Ergebnis der nächsten Nummer war aber "No hay!" (Gibts nich!) und ließ mich doch wieder über die Gesamtsituation nachdenken. Ein Teil von mir, der die Hoffnung nicht aufgeben wollte, fragte noch mal bei der Hotline von dhl nach, vielleicht ist die Nummer nicht richtig.
"...wohin soll das Paket gehen?"
"A-R-G-E-N-T-I-N-I-E-N-!"
"Tut mir leid, das ist in Australien!"
"Aha"
"Wann schickt ihr es weiter?"
Daß ich den Absender doch bitte um einen Nachforschungsauftrag bitten soll, war mir soweit schon klar. Ich bohrte aber doch noch ein wenig weiter. Die Frage, wer den Versand nach Australien bzw. den zweiten nach Argentinien bezahlt blieb irgendwie offen. Die abgespulten Antworten über versicherte Pakete wurde erstklassig wiedergegeben!
So werde ich hier wohl einfach mal auf Nichtigkeiten wie meine Kreditkarte warten. Vielleicht sollte ich mich aber doch besser auf dem Weg zu meinem Paket machen, geht bestimmt schneller.




